Aktionstag gegen Debanking in Kiel

Am Samstag, 31.1.2026 beteiligten sich Menschen in Kiel am bundesweiten Aktionstag gegen Debanking in dem an mehr als zehn verschiedenen Banken in der belebten Innenstadt Plakate angebracht wurden, welche über die aktuellen Kontokündigungen von linken Gruppen und Personen informierten.

Auf dem Plakat hieß es: „Debanking stoppen!
Ende letzten Jahres wurden der Roten Hilfe e.V., der Deutschen Kommunistischen Partei, dem Anarchist Black Cross und weiteren Organisationen alle Bankkonten gekündigt. Dabei geht es nicht um illegale Aktivitäten. Die Gründe für die Kontokündigungen scheinen unter anderem darin zu liegen, dass die Banken Angst haben vom internationalen Bankverkehr über das SWIFT-System durch die USA ausgeschlossen zu werden, wenn sie Konten für Organisationen führen, die u.a. für Menschen Geld sammeln, welche Trump ein Dorn im Auge sind. Im Falle der DKP ging es um ihre Hilfe für die Menschen auf Kuba. Bei der Roten Hilfe geht es um die Unterstützung von Angeklagten der sogenannten „Antifa Ost“, die im November von den USA zur „Terror-Organisation“ erklärt wurde. Deshalb wurden im vorauseilenden Gehorsam u.a. von der GLS-Bank die Konten gekündigt.
Es ist ein Problem, wenn Banken sich (sogar aus Staaten weit weg) diktieren lassen, für wen sie Konten führen und für wen nicht. Damit wird die politische Diskussion beeinflusst, es wird schwieriger sich auch in Opposition zu organisieren. Wir rufen daher alle zivilen, politischen und gesellschaftlichen Kräfte in diesem Land dazu auf, „Debanking“ nicht hinzunehmen.“